Zensur für Schafbock "Eduard"

Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.                                                           25.11.2019

 

Blog 5 – Zensur für Schafbock „Eduard“.

 

Bevor ich mit meinem Bericht über den Zensurvorgang „Schafbock „Eduard“ beginne, muß ich folgenden Haftungsausschluß vorwegschicken:

 

Haftungsausschluß

 

In der Geschichte des Schafbockes „Eduard“ von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. ist jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Schafböcken namens „Eduard“ unbeabsichtigt und rein zufällig!

 

Offensichtlich erschien meine Geschichte über den Schafbock Eduard  aber denjenigen/demjenigen verdächtig, die/der meine private Email-Korrespondenz – ohne mich davon in Kenntnis zu setzen – zensieren bzw. zensiert.

 

Denn gestern informierte mich ein Freund darüber  daß mein eMail-Anhang an meine private eMail an ihn mit folgender Begründung gelöscht worden sei: „Sehr geehrte Damen und Herren, wir müssen Ihnen mitteilen, dass der Anhang dieser E-Mail aus sicherheitstechnischen Gründen herausgefiltert wurde. Auf Grund aktueller Bedrohungen  … .“

 

Bei dem offensichtlich dieser Zensur zum Opfer gefallenen eMail-Anhang handelt es sich um meine Sommergeschichte über den Schafbock „Eduard“ vom 26. Juni 2018.

 

Nach diesem für mich völlig überraschenden Zensurvorfall unterzog ich meinen Text einer erneuten kritischen Durchsicht, konnte aber in ihm nichts finden, was in irgendeiner Weise moralisch oder juristisch zu beanstanden wäre.

Allerdings bin ich nicht dafür verantwortlich und kann das natürlich auch nicht voraussehen oder ausschließen, ob oder daß sich jemand von meiner Sommergeschichte über den Schafbock „Eduard“, die ich bis jetzt nur im privaten Bereich bekannt gemacht habe, persönlich angesprochen fühlt.

 

Schafböcke Eduard zu nennen und darüber eine Geschichte zu schreiben ist meines Wissens nicht strafbar.

 

Damit sich, wer möchte, selber seine Meinung darüber bilden kann, ob meine Geschichte vom Schafbock Eduard eine „aktuelle Bedrohung“ darstellen könne, folgt nun als erste offizielle Veröffentlichung „Eduard“ von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.

Geschichte des Schafbockes namens Eduard             von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., 26.06.2018

Als sie zur Koppel kam wurde sie von einer anderen Reiterin mit den Worten begrüßt: “Übrigens haben wir einen Neuzugang – ein Schäfchen! Es ist ganz scheu.“

 

„Ist es etwa eines von den versprengten, die von einem Hund auseinander getrieben wurden?“  Gerade eben noch hatte sie von den in Panik versprengten Schafen in den sozialen Netzwerken gelesen.

 

„Ja, es ist eines von diesen Wildschafen. Zwei von ihnen haben die Aktion wohl nicht überlebt.“

 

 

 

Sie schaute zur Herde. Wie immer standen Rappen, Braune und Füchse verstreut auf der Wiese, einige Tiere grasten, einige hoben ihre Köpfe und schauten zu ihnen hin. Das Schäfchen sah sie aber nicht.

 

„Du mußt näher rangehen. Es ist nicht groß und wenn es im Gras liegt sieht man es kaum.“

 

 

Sie betrat die Koppel und näherte sich den Pferden..

Plötzlich bewegte sich inmitten der Herde ein vermeintliches Erdhügelchen, sprang auf seine dünnen Beinchen und gelangte mit erstaunlich großen Sätzen unter die Schattenbäume und ins sichere Gebüsch.

 

 

 

Offensichtlich fühlte sich das Schäfchen nach seiner panischen Flucht vor den Hunden in der Pferdeherde geborgen. Völlig furchtlos bewegte es sich zwischen den Pferden  und lief auch unter ihnen hindurch, klein genug war es ja.

 

Am nächsten Tag blieb - wie sie erkennen konnte - der kleine Schafbock in sicherer Entfernung von ihr stehen und schaute zu, wie ihr Pferd seinen Kopf in den roten Futtereimer steckte.

 

Auch sie konnte ihn sich jetzt genauer anschauen: seine Wolle war schokaldenbraun mit einem weißen Häubchen auf seinem Köpfchen, und er hatte etwa die Größe eines Foxterriers. Neben und zwischen den Pferdbeinen wirkte er noch kleiner als er ohnehin war.

 

 

 

 

 

 

Am dritten Tag – sie hatte wie immer gehupt, um ihr Kommen anzukündigen – sprang ihr das Böckchen bereits einige Schritte entgegen. Und als sie den Futtereimer vor ihrem Pferd abgestellt hatte, war es plötzlich neben ihr.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihr Pferd schaute auf das Schafböckchen herab, und das Schafböckchen schaute zu ihrem Pferd hinauf.  

 

Das war wohl als Einladung zum gemeinsamen Futtern gemeint:

 

 

 

Zuerst tauchte das Böckchen sein Köpfchen in den Futtereimer, und dann der Rappe seinen großen Kopf. Das wiederholten sie in schönem Wechsel.

 

„Wie heißt du eigentlich?“ fragte sie im Scherz und lachte über ihre Frage, die das Schafböckchen natürlich nicht beantworten konnte.

 

„Wenn du auf „Eduard“ hörst, nenne ich dich „Eduard“ sagte sie zu ihm.

 

 

 

An den folgenden Tagen rief sie auf der Koppel zuerst ihr Pferd und dann Eduard.

 

Ihr Pferd ließ sich wie immer Zeit.

 

Aber Eduard kam ihr entgegen, zuerst mit zögernden Schritten, dann in lustigen Sprüngen.

 

 

 

Nach einer Woche hatte Eduard seine Scheu ihr und auch den anderen Reitern gegenüber völlig überwunden.

 

Zutraulich kommt Eduard angesprungen, sobald man die Koppel betritt, bedient sich ganz selbstverständlich aus dem roten Futtereimer, knabbert

 

 

 

 

Nach einer Woche hatte Eduard seine Scheu ihr und auch den anderen Reitern gegenüber völlig überwunden.

 

Zutraulich kommt Eduard angesprungen, sobald man die Koppel betritt, bedient sich ganz selbstverständlich aus dem roten Futtereimer, knabbert an Ihrem Stiefel und lässt sich dabei sogar streicheln.

 

 

Geschichte des Schafbockes namens Eduard von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., 26.06.2018, www.verlagbraunschweigpauli.de

 

©by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. für Text und Fotos.